KWS
   
 

Bodenbearbeitung

Grundbodenbearbeitung

Beim Anbau von Zuckerrüben muss eine standortangepasste Grundbodenbearbeitung erfolgen. Es gibt hierfür mehrere gängige Verfahren, wie beispielsweise den Pflug (Winterfurche, Frühjahrsfurche) und das Mulchsaatverfahren (nach Zwischenfrucht oder auch Strohmulch). Die Mulchsaat ist seit Jahren ein häufig praktiziertes Verfahren im Zuckerrübenanbau. Der Erosionsschutz hat hier eine besondere Bedeutung. Ein zusätzlicher wichtiger Effekt bei der Mulchsaat mit Zwischenfruchtanbau ist die Stickstoffbindung durch die Pflanzenmasse im Winter.

 

Bodenbearbeitung

Pflugfurche

 

Grundsätzlich sollte jedoch bei allen Verfahren einmal im Jahr auf Krumentiefe gelockert werden, um der Zuckerrübe eine gute Wurzelbildung zu ermöglichen. Mit der Grundbodenbearbeitung (Pflug, Grubber) sollte die Voraussetzung für gutes, ebenes und tragfähiges Saatbett geschaffen werden.

Die Grundbodenbearbeitung sollte unter möglichst optimalen Bedingungen erfolgen, um Bodenverdichtungen zu vermeiden. Rüben reagieren auf verdichtete Bodenstrukturen mit Beinigkeit, d. h. sie bilden keine Pfahlwurzel, sondern mehrere Wurzeln, die zur Seite austreiben.

Des Weiteren sollte bei der Bodenbearbeitung mit dem Pflug die Bildung von Strohmatten vermieden werden, da die Rübe auf diese ebenfalls mit Beinigkeit und Ertragseinbußen reagiert.


Saatbettbereitung

Eine optimale Saatbettbereitung bietet die Grundvoraussetzung für hohe Feldaufgänge und maximale Erträge. Das Saatbett sollte nach tiefer Bearbeitung im Herbst oder Frühjahr gut rückverfestigt werden, so dass eine gute Kapillarität gewährleistet ist.

 

Bodenbearbeitung

 

Der Saathorizont (oberste 2–3 cm) sollte feinkrümelig sein, um die Rübenpille gut einbetten zu können. Das Saatbett muss mit möglichst wenigen Arbeitsgängen geschaffen werden, da jede zusätzliche Überfahrt die Bodenstruktur negativ beeinflussen kann.


 
KWS