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Wie kann der Landwirt reagieren?

Eine Bekämpfung der Rizomania ist weder direkt durch Pflanzenschutzmittel noch indirekt durch Maßnahmen der Bodenbearbeitung, der Fruchtfolge oder durch Zwischenfrüchte möglich. Eine Eindämmung der Rizomania auf den derzeit befallenen Flächen erscheint sehr aufwändig und wenig aussichtsreich.

Wie bereits beschrieben, kann die Verbreitung der Rizomania schon durch geringste Mengen infizierten Bodenmaterials erfolgen. Eine Übertragung kann also durch Maschinen und Geräte erfolgen, aber auch über den Kontakt von Erde an Schuhsohlen beim Wechseln von einem Feld zum nächsten. Weitere Verbreitungsmöglichkeiten stellen Beregnungs- und Oberflächenwasser dar.

Eine konsequente Eindämmung der Krankheit würde bedeuten, diese kontrollierbaren Übertragungswege mit entsprechend hohem Aufwand zu unterbinden. Erfahrungen aus Großbritannien zeigen, dass sich trotz striktester Quarantänemaßnahmen die Rizomania immer weiter ausbreitet.

Darüber hinaus spielt die unkontrollierbare Verbreitung von Rizomania, z. B. über die Windverfrachtung von Bodenpartikeln, eine große Rolle. Aufgrund der genannten Punkte scheint es deshalb sehr schwierig, die Ausbreitung der Krankheit aufzuhalten.

Die Sortenwahl ist die derzeit einzige wirkungsvolle Maßnahme, um auf einen Rizomaniabefall zu reagieren.

Die KWS bietet leistungsstarke Sorten an, die sowohl unter Befall als auch unter Nicht- Befall sehr ertragsreich sind. Ist eine Fläche mit Rizomania befallen, können unabhängig von der Befallsstärke mit Rizomania-toleranten Sorten Ertrags- und Qualitätsverluste vermieden werden.


 
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