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Grunddüngung

Der Grundnährstoffbedarf von Rüben richtet sich vor allem nach dem erwarteten Ertragsniveau. Die Düngung orientiert sich grundsätzlich am Entzug über das Erntegut. Daneben sollten Bodenart und Gehaltsklassen mit berücksichtigt werden. Allgemein wird hier von der Versorgungsstufe C ausgegangen.

 

Orientierte Nährstoffbedarfswerte kg/ha für Rüben nach LUFA Rostock, Richtwerte zur Düngung 2004; Gehaltsklasse C
Ertragserwartung Gesamtnährstoffbedarfswerte (kg/ha)
dt/ha P2O5 K2O MgO
600 110–120 450–470 90–100
700 130–140 520–550 100–120
800 150–160 600–650 120–130

 

Rüben weisen innerhalb einer Fruchtfolge den höchsten Anspruch an die Grundnährstoffversorgung auf. Es ist daher eine Düngung direkt vor dem Anbau anzuraten.

Der beste Zeitpunkt für die Grunddüngung ist grundsätzlich im Herbst des Vorjahres bzw. auf Getreidestoppeln der Vorfrucht.

Häufig wird eine Grunddüngung mit Kalium, Phosphor und Magnesium auch in dem Zuckerrübenanbaujahr durchgeführt.

 

Kalium

  • Besonders das Kalium ist für die Rübe ein lebensnotwendiger Nährstoff: Es aktiviert wichtige Enzyme und fördert u.a. die Wasseraufnahme und den Wassertransport, erhöht die Assimilationsleistung und verbessert den Assimilattransport.
  • Eine durchschnittliche Rübenernte entzieht dem Boden zwischen 250 und 300 kg K/ha. Dabei befinden sich ca. 80 % des aufgenommenen Kaliums im Blattapparat und nur rund 20 % im Rübenkörper.
  • Überschüssige Gehalte an Kalium in den Rüben führen zu Qualitätseinbußen, so dass die Zuckergewinnung negativ beeinträchtigt wird. Um einen niedrigen Kaliumgehalt in den Fabrikrüben zu erreichen, sollte eine angemessene Kaliumdüngung am besten nach den Ergebnissen einer Bodenuntersuchung durchgeführt werden.
  • Die Kaliumaufnahme ist i.d.R. bis Mitte September abgeschlossen. Während der restlichen Vegetationszeit wird das aufgenommene Kalium nur noch innerhalb der Pflanze umverteilt. Da in dieser Zeit noch deutliches Massenwachstum stattfindet, sinkt bei späterer Ernte der Kaliumgehalt.
  • Auf Böden mit guter Nährstoffversorgung wird Kalium in einer Fruchtfolgedüngung zur Zuckerrübe verabreicht. Auf leichten Böden sollte die Grunddüngung mit Kalidüngern im Frühjahr durchgeführt werden, um Auswaschungen zu vermeiden. Bei der Kalidüngung im Frühjahr besteht die Gefahr, dass der Salzgehalt im Keimhorizont der Rübe so ansteigt, dass es zu Keimverzögerungen oder gar Totalausfällen kommt.

 

Phosphor

  • In der Zuckerrübe ist Phosphor hauptsächlich im Bau- und Energiestoffwechsel von Bedeutung.
  • Im Jugendstadium ist eine ausreichend hohe Phosphorversorgung für eine schnelle Entwicklung des Wurzelwachstums wichtig.
  • Die Verfügbarkeit wird durch eine ausreichende Kalk- und Humusversorgung gefördert.
  • Der Düngungszeitpunkt ist nicht entscheidend.
  • Die relativ feste Bindung an den Bodenkomplex verhindert die Gefahr der Auswaschung.

 

Magnesium

  • Magnesium ist als zentraler Bestandteil des Chlorophylls wichtig für die Photosynthese und an der Steuerung verschiedener Enzymreaktionen beteiligt.
  • In einer Zuckerrüben-Getreide-Fruchtfolge wird der Entzug durch die gebräuchliche Düngung meist nicht ausgeglichen.
  • Eine Zufuhr ist über Mehrnährstoffdünger, wie z. B. Carbokalk möglich.
  • Kurzfristigem und witterungsbedingtem Mangel nach der Saat kann mit einer Spritzung mit Bittersalz begegnet werden.

 

Calcium

  • Bezüglich des Kalkzustandes des Bodens ist die Rübe anspruchsvoll.
  • In der Zuckerrübe ist Calcium für die Regulierung des Wurzelwachstums und verschiedener Enzymreaktionen von Bedeutung.
  • Eine gute Kalkversorgung fördert die Nährstoffverfügbarkeit aller Nährstoffe.
  • Calcium fördert die Krümelstruktur und ist wichtig für den Erhalt der Bodenstruktur.
  • Carbokalk aus der Zuckerfabrik ermöglicht eine preiswerte Düngung.
  • Innerhalb der Fruchtfolge sollte eine Kalkdüngung zu Zuckerrüben durchgeführt werden.

 


 
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