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Nachweis der Krankheit im Labor

Durchführung des ELISA-Tests
Durchführung des ELISA-Tests

Der einzige zuverlässige und sichere Nachweis der Krankheit ist über den Einsatz des ELISA (Enzyme Linked Immuno-Sorbent Assay) möglich.

Dabei werden befallsverdächtige Wurzelproben in einer Laboranalyse zunächst gepresst und der Presssaft anschließend mit Antikörpern versetzt, die für das Virus spezifisch sind. Nach weiteren Analyseschritten kann über eine Farbreaktion das Vorhandensein des Virus in der Probe nachgewiesen werden.

 

Es gibt zwei Wege, um Pflanzenmaterial für den ELISA zu gewinnen:

  • Durchführung eines Fangpflanzentests
  • direkter Nachweis aus Feldprobe von Wurzeln befallsverdächtiger Rüben

 

 Zwei Wege des sicheren Rizomania-Nachweises

Zwei Wege des sicheren Rizomania-Nachweises:
Durchführung eines Fangpflanzentests sowie direkter Nachweis aus Feldprobe von Wurzeln befallsverdächtiger Rüben

 

Hinweise zur Probenahme

Zur Analyse können von frischen befallsverdächtigen Pflanzen aus dem Bestand Seitenwurzeln und Wurzelspitzen entnommen und kühl gelagert in ein Labor eingesandt werden. Der Presssaft wird dann direkt aus diesem Material gewonnen und im ELISA untersucht. Die Analyse frischen Materials aus Feldproben liefert in der Regel die schnellsten Ergebnisse. Stehen keine frischen Rüben zur Verfügung oder soll eine Fläche im Jahr vor dem Rübenanbau untersucht werden, so können Bodenproben von der Fläche gezogen werden. Für eine repräsentative Bodenprobe sind mindestens 100 Einstiche pro ha notwendig, etwa 2 bis 3 kg Boden werden benötigt. In diese Bodenproben wird im Labor eine anfällige Sorte als Fangpflanze eingesät und für ca. 6 bis 8 Wochen unter für Pilz und Virus optimalen Bedingungen angezogen.

Erst wenn ausreichend Pflanzenmasse gebildet wurde, kann Presssaft für den ELISA-Test gewonnen werden. Dieser so genannte Fangpflanzentest wird überall dort eingesetzt, wo an befallsverdächtigen Standorten ein direkter Nachweis an Zuckerrüben nicht möglich ist.


 
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