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Heterodera schachtii – eine Herausforderung im Rübenanbau

Vor ungefähr 140 Jahren führte die starke Ausdehnung des Zuckerrübenanbaus in Europa zum Auftreten der sogenannten Rübenmüdigkeit der Böden.

Auf diesen Böden wurden kleine Würmchen entdeckt, die nach dem Botaniker Prof. Dr. H. Schacht Heterodera schachtii genannt wurden. Der Nematode erlangte fortan eine große wirtschaftliche Bedeutung. So wurden beispielsweise im 19. Jahrhundert insgesamt 24 Zuckerfabriken Deutschlands wegen rizomania- und nematoden-bedingter Ertragsverluste geschlossen.

Neu ist diese Herausforderung daher nicht, aber sie wird heute bewusst wahrgenommen und daher gezielt angegangen. So konnten in dem KWS Spezialzüchtungsprogramm Nematoden innerhalb weniger Jahre Sorten entwickelt werden, die einen enormen Produktivitätsfortschritt ermöglichen und an die Leistung der Standardsorten aufschließen.

 


 
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