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Standortansprüche

Der Boden

 

Hohe Anbaueignung:

 

  • tendenziell in nördlichen, kälteren Anbauregionen: leichte, rasch erwärmbare Böden, bei möglichst guter Niederschlagsverteilung, pH-Werte bei 5,5 bis 6,2
  • tendenziell in wärmeren Anbaulagen: auf humusreichen, garen Böden mit guter Krümelstruktur, bei ausreichendem Wasser- und Nährstoffspeichervermögen, pH-Werte bei 6,5 bis 7,0 auch auf Moorböden, bei Beachtung der Gefährdung durch Frosteinwirkung, ist Maisanbau möglich; auf den Einsatz früher Sorten mit guter Jugendentwicklung ist zu achten

 

Keine Anbaueignung:

 

Verdichtete, staunasse Böden, die eine rasche Erwärmung im Frühjahr verhindern und die notwendige intensive Durchwurzelung- und Nährstoffversorgung nicht gewährleisten.

Diesen Ansprüchen muss durch die Anbautechnik Rechnung getragen werden, das heißt:

  • standortgerechte Sortenwahl (richtige Reifegruppe)
  • Wahl des Aussaatzeitpunktes (nach Bodentemperaturen)
  • Vorbereitung des Saatbettes
  • Bodenverdichtungen vermeiden

 

Die Temperatur

Zur Beschreibung der Standorteignung für den Maisanbau werden häufig die Durchschnittstemperaturen während der Vegetationszeit, die Temperatursummen oder die Anzahl der Sonnenscheinstunden benutzt.

 

  Ø Temperatur Mais Sept. in °C Wärmesumme in °C
Reifegruppe Silomais Körnermais Silomais bei % GTS Körnermais bei % TS
früh 12,5 13,5 32 1.450 65 1.580
  35 1.500  
mittelfrüh 13,5 14,5 32 1.490 65 1.630
  35 1.540  
mittelspät 14,5 15,5  
spät 15,5 15,0  

Anbaueignung für Sorten der verschiedenen Reifegruppen in Abhängigkeit von den Durchschnittstemperaturen und Wärmesummen

 

Kompensatorische Effekte zwischen diesen Einflüssen sowie die Tageslänge, Höhenlage, Wasserversorgung, Bodenart, Hanglage usw. spielen ebenfalls für die Ertragsleistung und Reife eine wesentliche Rolle und bewirken vergleichsweise starke Schwankungen zwischen einzelnen Jahren und Standorten. Optimale Keimungsbedingungen findet der Mais bei 8-10 °C Bodentemperatur.

 

 
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