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Erosionsschutz im Maisanbau

 

Im Interesse der Bodenfruchtbarkeit und des Umweltschutzes muss auf erosionsgefährdeten Standorten vor allem die Abschwemmung von Bodenteilchen und Pflanzenschutzmitteln verhindert werden, denn jede Erosion wirkt ertragsmindernd!

 

  • Niederschlagswasser, das oberflächig abläuft, kann nicht produktiv in Pflanzenmasse umgesetzt werden.
  • Das Abwaschen von Feinerdeteilchen, die eine wichtige Funktion für den Nährstoffhaushalt haben, hat langfristig einen gravierenden Rückgang der Bodenfruchtbarkeit zur Folge.
  • Bodenabtrag vermindert die durchwurzelbare Zone des Ackers, ohne dass ein wirksamer Ausgleich durch die Verwitterung möglich ist.
  • Die Befahrbarkeit und Bearbeitbarkeit des Ackers verschlechtern sich, besonders bei stärker auftretender Rillenerosion.

 

Generell können verschiedene pflanzenbauliche Maßnahmen die Erosionsfähigkeit eines Schlages herabsetzen:

  • Bodenverdichtungen sind grundsätzlich zu vermeiden. Eine Stabilisierung der Bodenstruktur ist durch organische Düngung, den Anbau von Zwischenfrüchten und ausreichende Kalkung zu fördern. Quer zum Hang arbeiten!
  • Bei guter Frostgare auf intensive Bodenbearbeitung und zu feine Saatbettbereitung im Frühjahr verzichten.
  • Aussaatverfahren mit reduzierter Saattechnik einsetzen.
  • Rauhe Bodenoberfläche und kontinuierliches Bodengefüge erhalten, wodurch das Eindringen von Niederschlagswasser und dessen Ableitung in den Unterboden deutlich verbessert wird!

 

Bei stärkerer Erosionsgefahr haben sich verschiedene Säverfahren in Kombination mit einem Zwischenfruchtanbau bewährt. Die oberirdischen, abgefrorenen oder abgespritzten Pflanzenteile bieten guten Bodenschutz.

 

Verminderung der Nitratverluste

Besonders auf durchlässigen Böden besteht die Gefahr der Nitratverlagerung, wenn die Bedingungen für die Mineralisation des organisch gebundenen Stickstoffes günstig sind und wenn Herbst- und Winterniederschläge die Sickerwasserbildung im Boden verstärken.

Durch den Anbau von Zwischenfrüchten kann ein großer Teil dieses Stickstoffs biologisch gebunden werden. Nachfolgende Kulturen, die wie z. B. der Mais ihren N-Bedarf relativ spät decken, können dann von diesem Nährstoffgehalt profitieren.

Auch mit dem Verfahren "Untersaaten im Mais" ist es heute möglich, die vor allem nach der Körnermaisernte vorhandenen Restnitratmengen zu reduzieren und damit das Risiko der N-Auswaschung zu mindern. Je nach den regionalen Erfahrungen wird mit den verschiedenen erarbeiteten Methoden auch eine gezielte Flächenstillegung praktiziert.

 

 
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