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Wichtige Termine

Hitze und Trockenheit: Was tun mit geschädigten Maisbeständen?

Global gesehen war das erste Halbjahr 2015 das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Es gab in Österreich in den letzten 248 Jahren noch nie einen Juli, der heißer war als heuer. Bis Ende August gab es noch nie so viele Tage mit Temperaturen über 35 Grad Celsius!

Die Landwirtschaft wird wegen dieser extremen Wettersituation enormen Schaden erleiden. Hitze, Dürre und Hagelschäden haben bereits 3stellige Millionenschäden (Österr.Hagelversicherung) hervorgerufen.

Betroffen sind vor allem wieder Niederösterreich und das Burgenland, im Nordosten und im östlichen Flachland Niederösterreichs gibt es seit April bis zu 50% Niederschlagsdefizite, in kleinen Regionen sogar mehr als 50%!

Die Ackerkulturen wie z.B. der Mais weisen teilweise dramatische Hitzeschäden durch die extrem hohen Temperaturen auf.

Geschädigte  Bestände: was soll geerntet und was soll stehen gelassen werden!

Wichtigste Regel: es muss im Einzelfall – Feld für Feld – entschieden werden! Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Zustand der Pflanzen im Bestand – kontrollieren Sie die Bestände früh am Morgen, da hier die Pflanzen „erholt“ von der kühleren Nacht ohne intensive Einstrahlung sind!

Komplett kolbenlose Bestände Silomais sollten unverzüglich geerntet werden, um den Futterwert des im Stängel eingelagerten Zuckers so gut wie möglich zu nutzen. Die TS-Gehalte werden aufgrund des fehlenden Kolbens deutlich unter 30% liegen, jedoch ist kein weiterer Ertrags- und Qualitätszuwachs zu erwarten. Jedes weitere Vertrocknen senkt den Zuckergehalt – damit sinkt der Futterwert. Gleiches gilt für Spätsaatbestände, die nicht geblüht haben. Hier ist nicht mehr mit der Anlage eines Kolbens zu rechnen. Dieser Mais sollte unverzüglich als Grünmais geerntet werden.

Wann stehen lassen und abwarten?

Bestände, die zur Blüte mit Wasserversorgt wurden und einen Kolbenausgebildet haben, sollten so lange wie möglich stehen gelassen werden! Auch wenn die obersten Blätter an der Pflanze regelrecht „verbrannt“ sind. Die für die weitere Stärkeeinlagerung wichtigsten Blätter sind die nah am Kolben liegenden Blätter! Solange die noch grün sind, kann die Pflanze bei Niederschlag weiter über diese Blätter assimilieren und Stärke einlagern – das steigert Ertrag und Qualität und entzieht aktiv den Wassergehalt des Korns!

Kontrollieren Sie die Kolbenentwicklung und die Abreife in Ihren Maisbeständen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Einschätzung geschädigter Bestände – ein Anruf genügt!

Ihre KWS Austria Saat GmbH

(Quellen: KWS, NÖ LWK, Österr. Hagelversicherung und ZAM – Zentralanstalt f.Meteorologie)

 

 
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